Der IJS e.V. entwickelt und fördert individuelle Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Neben trägereigenen Projekten unterstützt der Verein pädagogische Fachkräfte, Jugendhilfeträger, Initiativen oder auch Stiftungen praxisnah durch Konzeptentwicklung, Erfahrungsaustausch und Publikationen. Darüber hinaus hat der IJS e.V. es sich zur Aufgabe gemacht, die konzeptionelle Idee der Individualpädagogik in vielfältiger Weise zu fördern und zu verbreiten u.a. durch Schulungen, Fortbildungen und die Produktion von Kurzfilmen, die die verschiedenen Aspekte der Individualpädagogik in Theorie und Praxis beleuchten.
NEWS
NachlesePerspektive KI Veranstaltungen
Künstliche Intelligenz und Soziale Arbeit: Zwischen Innovation, Verantwortung und neuen Perspektiven
Künstliche Intelligenz (KI) verändert unsere Gesellschaft und eröffnet auch für die Soziale Arbeit neue Möglichkeiten. Wie lassen sich technologische Innovationen sinnvoll mit pädagogischer Erfahrung, menschlicher Beziehung und professioneller Verantwortung verbinden?
Am 8. Oktober lud der IJS e. V. zu einem abwechslungsreichen Abend in die Theater Kantine in Düsseldorf ein, der fachliche Impulse, praktische KI-Erfahrungen und anregende Gespräche miteinander verband. Die Schirmherrschaft übernahm Frau Schäfer-Sikora, stellvertretende Leiterin des Amtes für Soziales und Jugend der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die erstmalige Vorstellung unseres neu produzierten Kurzfilms „KI in der Kinder- und Jugendhilfe – Teil 1″ vor einem interessierten Fachpublikum. Frau Stein, freiberufliche Kommunikationsmanagerin, führte in den Film ein und eröffnete damit den Blick auf ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Welche Rolle spielt KI bereits heute in diesen Arbeitsfeldern? Welche Chancen bietet sie, um Menschen individueller zu begleiten, ihre Entwicklung zu fördern und Fachkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen? Und wo liegen die Grenzen technischer Systeme, wenn es um menschliche Beziehungen, pädagogische Entscheidungen, Datenschutz und ethische Verantwortung geht?
Diese Fragen bildeten den gedanklichen Rahmen für einen Abend, der wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Einblicken in die Praxis verband. Im Anschluss begeisterte Prof. Dr. Macsenaere, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Kinder- und Jugendhilfe, die Gäste mit fundierten Informationen und spannenden Thesen. Seine Impulse regten dazu an, bestehende Vorstellungen zu hinterfragen und neue Perspektiven für den Einsatz von KI in der Sozialen Arbeit zu entwickeln.
Hannes Diemerling, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Thomas Bayes Instituts, eröffnete anschließend einen KI-Erlebnisparcours, der den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit bot, aktuelle Entwicklungen und Anwendungen Künstlicher Intelligenz unmittelbar kennenzulernen und selbst auszuprobieren. So wurde aus einem komplexen Zukunftsthema eine greifbare Erfahrung mit Raum zum Entdecken, Ausprobieren und Diskutieren.
Künstliche Intelligenz ist weit mehr als eine technische Innovation. Entscheidend ist, wie wir sie gestalten, welche Ziele wir mit ihrem Einsatz verfolgen und wie wir sicherstellen, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt. Gerade in der Sozialen Arbeit, in der Vertrauen, Beziehung und individuelle Lebenslagen eine zentrale Rolle spielen, braucht es einen verantwortungsvollen, reflektierten und fachlich fundierten Umgang mit den neuen Möglichkeiten.
Der IJS e. V. möchte diesen Dialog fortsetzen: aktuelle Entwicklungen wissenschaftlich einordnen, praktische Erfahrungen teilen, Chancen und Herausforderungen kritisch diskutieren und gemeinsam Zukunftsperspektiven für die Soziale Arbeit entwickeln. Wir freuen uns darauf, diesen Weg weiterzugehen und planen bereits weitere Veranstaltungen für das Jahr 2027.
IJSev Save the Date
SAVE THE DATE – Kinder- und Jugendhilfe im Kino
Wir möchten auch 2027 aktuelle Entwicklungen in der Sozialen Arbeit beleuchten, Erfahrungen und Perspektiven miteinander teilen und den Blick nach vorne richten. Ein Abend für fachlichen Austausch, Denkanstöße und ein gemeinsames Filmerlebnis:
ROTJOCHIES | NL 2019
Preisgekrönter Dokumentarfilm von Maasja Ooms
Best Cinematography | Best Editing | Best Documentary
Vier Teenager, die durch aggressives Verhalten, Lügen, Regelbrüche und Konflikte mit der Polizei aufgefallen sind, erhalten die Chance, ihr Leben in den Griff zu bekommen – in Begleitung einer resoluten Betreuerin. In diesem subtilen, beobachtenden Film werden die Überlebensstrategien der auf Abwege geratenen Jugendlichen offengelegt.
Donnerstag, 22. April 2027 | 19 Uhr
Bambi Kino, Klosterstraße 78, 40211 Düsseldorf
Die Individualpädagogik als echte Alternative
Kinder und Jugendliche sind zuweilen Leidtragende familiärer oder auch gesellschaftlicher Umstände. Es fehlt an Unterstützung und Förderung, verlässlichen Bindungen und Vorbildern. Sie werden auffällig und entziehen sich der Ansprache von Erwachsenen. Die Jugendämter und die öffentlichen Träger bieten eine Reihe von Unterstützungsangeboten, doch für einige junge Menschen sind diese traditionellen Regelangebote nicht passgenau oder sie verweigern deren Annahme. Die Jugendlichen drohen abzurutschen und auszubrechen. Spätestens an diesem Punkt hat sich die Individualpädagogik immer wieder als wertvolle Alternative gezeigt, da jedes Betreuungskonzept auf den genauen Bedarf der jungen Menschen ausgerichtet ist, ein Unikat mit dem Blick auf vorhandene Ressourcen mit hoher Beziehungskontinuität und Belastbarkeit.
Individualpädagogik – eine echte Alternative
Welche Chancen bietet der Beruf für die pädagogischen Fachkräfte?
Projekte
Tagaktiv
Ein Integrationsprojekt

Seit 2017 betreut der IJS e.V. im Rahmen seines Tagaktiv Projektes Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in einer städtischen Unterkunft für geflüchtete Familien. Wochentäglich werden, zum Teil traumatisierte, junge Menschen durch ein Team aus Künstlern und Pädagogen betreut: Mit Musik-, Kunst- und Spielangeboten. Kurzausflüge in die Umgebung gehören ebenso zum Programm wie Hausaufgabenhilfe und bedarfsgerechte Unterstützungsangebote für die Teilnehmenden und deren Familien.
Gefördert von:


Projekte in Südostasien – „give-a-way“
Der IJS e.V. hat seit dem Jahre 2024 seine Aktivitäten entsprechend der Leitidee „Verbreitung der Idee der Individualpädagogik“ räumlich ausgeweitet. Ziel war und ist es, Kinder und Jugendliche in Südostasien zu begleiten. Dies geschieht insbesondere durch individualpädagogische Ansätze, die auf eine nachhaltige Förderung ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung abzielen.
Im Fokus stehen Maßnahmen zur Verbesserung der allgemeinen individuellen Erziehung und der Entwicklung von Bildungschancen, der Absicherung einer gesunden Ernährung sowie Perspektivenentwicklung für jedes einzelne Kind und jeden einzelnen Jugendlichen in einem oft schwierigen sozialen Umfeld, mit oft traumatisierten biographischen Erfahrungen.
Die ersten Kontakte zu einzelnen Personen wurden schon Jahre vorher geknüpft und so entstanden 2024 erste vielversprechende Kooperationen mit folgenden gemeinnützigen Organisationen in Thailand:
Child’s Dream Foundation, Chiang Mai
Die 2003 gegründete Stiftung widmet sich der Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in den Mekong-Regionen – insbesondere in Myanmar, Laos, Kambodscha und Nordthailand. Child’s Dream errichtet Schulen, fördert Gesundheitsprojekte und vergibt Stipendien für benachteiligte Jugendliche. Ihre Arbeit zeichnet sich durch hohe Transparenz, lokale Verankerung und nachhaltige Wirkung aus.
Volunteers Without Borders, Mae Aei, Chiang Mai Province
Diese Organisation setzt sich für Bildung, Umweltbewusstsein und die Entwicklung ländlicher Gemeinden in Nordthailand ein. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Schulen und Behörden unterstützt Volunteers Without Borders benachteiligte Kinder und organisiert Freiwilligenprojekte mit Schulen in der Umgebung. Weiterhin betreibt die Charity das „Thomas House“, ein Projekt, wo bis zu 20 Kinder -auch mit einem mehrfachen Handikap – betreut und beschult werden.
Yuvabadhana Foundation, Bangkok
Die Yuvabadhana Foundation wurde 1993 gegründet und fokussiert sich auf Bildungsförderung und soziale Integration von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen in Thailand. Die Stiftung arbeitet eng mit öffentlichen Schulen zusammen und vergibt Stipendien, die jungen Menschen eine schulische oder berufliche Ausbildung ermöglicht.
Food for Good
Neben den Bildungsaktivitäten zählt auch das Ernährungsprogramm „Food for Good“ zu den Angeboten der Yuvabadhana Foundation. Hierbei steht der Zugang zu nährstoffreichen Mahlzeiten und das individuelle Training eines jedes einzelnen Kindes im Mittelpunkt. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 hat „Food for Good“ das Leben von 23.790 Kindern an 252 Schulen in 61 Provinzen Thailands nachhaltig verändert.
Mit allen drei Organisationen konnten Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen werden. Ziel dieser Kooperationen ist es, bestehende Projekte zu unterstützen, aber auch neue pädagogische Impulse einzubringen – etwa durch die Entwicklung individualpädagogischer Angebote, die auf die lokalen Bedingungen in Thailand zugeschnitten sind.
Ein Team des IJS e.V. reiste im Dezember 2024 nach Thailand, um die Partnerschaft vor Ort persönlich zu vertiefen, neue Kontakte zu den Verantwortlichen zu knüpfen und einen partnerschaftlichen Prozess der Zusammenarbeit zu entwickeln. Es wurden vertiefte Einblicke in die Projektarbeit gewonnen und Vertrauen durch direkte Begegnungen gestärkt.
Die Reise diente neben der fachlichen Vernetzung, auch der Bedarfsanalyse und der Entwicklung von Kommunikationsstrukturen.
BeeBob Hilft e.V.
Ein Kinder- und Jugendhilfeprojekt in Kambodscha

Seit 2010 unterstützt der Meerbuscher Verein BeeBob Hilft e.V. Kinder in Thalaborivat, einem kleinen Dorf am Ufer des Mekongs im Norden Kambodschas. Die Kinder leben auf einem Grundstück von BeeBob Hilft e.V. in zwei großen Wohnhäusern mit ihren Hauseltern. Bevor vor zehn Jahren BeeBob Hilft e.V. gegründet wurde, lebten die Kinder alleine und ohne Unterstützung in einem Verschlag im Wald. Sie gingen nicht in den Unterricht, hatten kein fließendes Wasser und zu wenig Essen.
Der IJS e.V. kooperiert und unterstützt BeeBob Hilft e.V. seit 2021. Der Fokus dieses Angebotes liegt dabei auf einer individualpädagogischen Ausrichtung.
Mit der Kooperation möchten die beiden im Raum Düsseldorf angesiedelten Vereine die lokale Vernetzung in Sachen Kinder-und Jugendhilfe voranbringen, sich bei ihrer Arbeit unterstützen und voneinander lernen.
Partnerschaften
In Australien war die Individualpädagogik lange eine unbekannte Form der Jugendhilfe. Der IJS e.V. konnte dank seines internationalen Netzwerkes auch in Australien Partner finden, die diese spezifische Grundhaltung verstanden und verinnerlicht haben, um den Jugendhilfeträger PIC Ltd mit Sitz in New South Wales in 2016 zu gründen. Der IJS e.V., als inhaltlicher und finanzieller Partner, berät und unterstützt den Träger vor Ort und organisiert Schulungsreisen, Praxisaufenthalte und Workshops für die Kolleginnen aus Downunder in Deutschland.






